„Hat man euch damals eigentlich auch erzählt, dass ihr reif für
euer Alter seid?“ Drei Freund*innen erinnern sich an ihre Teenagerzeit.
Als sie mit dreizehn Jahren Pommes im Schwimmbad
gegessen haben und ältere Männer ihnen hinterherpfiffen, als sie
von Kindern zu Körpern wurden und es ein Kompliment zu sein
schien, wenn ihnen jemand sagte, dass sie reif für ihr Alter seien.
Sie überlegen, wie sie gerne reagiert hätten und spielen die Situationen
gemeinsam nach, um den Erlebnissen eine andere, bessere
Wendung zu geben. Eine, in der sie ihre Wut nicht herunterschlucken,
in der sie nichts still akzeptieren müssen, sondern der
Gewalt etwas entgegensetzen. Doch wie können sie den mangelnden
Schutz in der Gegenwart anprangern, um eine bessere
Zukunft für alle jetzigen und ehemaligen 13-Jährigen zu schaffen?
Dieser Aufgabe stellen sich die Drei – und machen einen Anfang.
Lena Riemer hat für dieses Stück mit mehr als 50 Teenager*innen
im Alter zwischen elf und 16 Jahren über ihre Erfahrungen mit Sexismus
und Catcalling gesprochen. Alle von ihnen konnten aus
persönlicher Erfahrung sprechen und so ist ein Text entstanden,
der fragt, warum wir Teenager*innen sowohl im öffentlichen, im
privaten und im digitalen Raum nicht beschützen.