FRAGMENTS ist ein Tanztheater über patriarchale Strukturen und die Weise, wie sie Körper, Beziehungen und gesellschaftliche Rollen formen. Es zerlegt Macht in Bewegung, Sprache und Material.
FRAGMENTS ist ein Tanztheater über patriarchale Strukturen und die Weise, wie sie Körper, Beziehungen und gesellschaftliche Rollen formen. Im Mittelpunkt steht Macht als ein System, das sich nicht nur durch offene Gewalt, sondern vor allem durch alltägliche Gesten, Sprache, Erwartungen und Selbstkontrolle einschreibt und immer wieder reproduziert. Das Stück soll sichtbar machen, wie patriarchale Logiken Hierarchien erzeugen, Emotionen regulieren und Nähe wie Verletzlichkeit sanktionieren. Körper geraten in Spannungsfelder von Anpassung, Begehren und Widerstand; sie bewerten, überwachen und korrigieren sich gegenseitig und selbst. Dabei wird deutlich, dass das System sowohl von jenen getragen wird, die von ihm profitieren, als auch von jenen, die unter seinen Normen leiden. FRAGMENTS zerlegt Macht in Bewegung, Sprache und Material. In Wiederholungen und Umkehrungen schreiben sich Normen in den Körper ein bis sie brüchig werden. Aus diesen Rissen heraus formieren sich Wut, Fragen und neue Handlungsspielräume.